Offener Brief von Bauer Thies Kruse an den Bundestag: “Insektenschutzgesetz: Wettereinflüsse sind Schuld!”

Von Thies Kruse

Landwirt seit 45 Jahren im Beruf, täglich in der Natur, Mitglied im Bauernverband Schleswig Holstein, aktiv in der AG regenerative Energie, und LSV SH+HH aktiv in der Insektengruppe des LSV Deutschland.


Sehr geehrte Abgeordnet innen des Bundestags,
Sehr geehrte Ministerpräsident innen der Bundesländer, sehr geehrte Landtagsabgeordnet innen der Bundesländer.
Sehr geehrte Damen und Herren,


Ich bitte Sie um die Rückstellung des von der Bundesregierung vorgeschlagenen Gesetzes zum Insektenschutzprogramm, so wie die Rückstellung der Verschärfung weiterer Gesetze und Verordnungen die in dem Zusammenhang am 10 Februar 2021 durch das Kabinett beschlossen wurden und Ihnen zur Entscheidung vorliegen. Wichtige Argumente wurden bisher nicht benannt.

Mein Anliegen:
Viele Punkte verschiedener Studien zu Insekten und Niederwild haben gleiche Botschaften. Es geht rauf oder runter bei allen Studien gleichzeitig. Markante (besonders trockene) Jahre der Helmholzbodenfeuchtekarte bis minus 25 cm Tiefe bilden die besten Populationsjahre sowohl bei Insekten wie auch bei Fasan und Hase ab. Auch bei den negativen Ergebnissen ist das so. Dann war es sehr nass. Nicht nur in Deutschland, sondern auch in England und Holland. Letztendlich hat sich herausgestellt, dass vor allem die Sonnenstunden, hier verglichen von Frühling und Sommer, den Ausschlag geben. Nach dem die Sonnenstunden von 1980 bis 2020 aufgelistet waren , wurde schnell klar, welche Einflüsse hinter den Ausschlägen steckten. Auch der massive Abfall der Populationen von 2005 bis 2013 (immer wenig Sonne, oft kalt und nass) die in 2014 bis 2017 nicht steigenden Kurven, und letztendlich die sich wieder deutlich in jeder Sparte verbessernden Werte der letzten drei Jahre zeigen ganz klar auf, wer die Ursache der Rückgänge zu verantworten hat. Das Wetter!! Auch Superjahre sind so zu begründen.

Ich wünsche mir, dass bevor massiv in die Rechte von Bürgern eingegriffen wird mit weiteren Gesetzen und Auflagen, dieses Thema wissenschaftlich überprüft wird. Dank vieler Forscher sind durch die oben benannten Datenerhebungen exakt dokumentiert ausreichend Basisdaten vorhanden. Deutschland hat hervorragende Wetteraufzeichnungen, gerade die Bodenkarte Helmholz ufz, bis minus 25 cm, die Sonnenstunden vom Wetterkontor, und die Kommentare und Diagramme von wetter-online, wie auch dem Deutschen Wetterdienst, waren im Zusammenspiel eine gute Basis. Sowohl bei den Insekten, wie auch bei allen anderen Tieren, spielt dabei die Prädation eine große Rolle. Dazu gibt es viele Studien mit gleichen Ergebnissen, keine klare Aussagen. Die Beobachtungen und Gespräche mit Vogelkundlern bei uns in der Region, wiesen den Weg. Was glauben wir wohl fressen alle Prädatoren, wenn keine Mäuse da sind?

Das Wetter, und die Prädation kommen in keinem der wichtigen Gutachten und Stellungnahmen vor, die Grundlage des aktuellen Gesetzgebungsverfahren in Deutschland, Basis im Green Deal und Farm to Fork sind. SRU Insekten 2018, Leopoldina, Krefelsstudie, Tagfaltermonitoring, Studie Wald und Wieseninsekten 2019 TU München, Randecker Maar, The Europa Grassland Butterfly 1990.,?.

Die Besonderheiten, Wettereinflüsse, der einzelnen Jahre, vor allem die Tendenzen vieler zusammenhängender Jahre, werden nicht bewertet, die teils sehr negativen Einflüsse werden dadurch der konventionellen Landwirtschaft zu Unrecht angelastet.

Die Praxis ein erstes Jahr eines Monitoring gleich 100 % zu setzen, dient einem Überblick über die Veränderungen während der Monitoringzeit. Sie sagt nichts aus über die Bestandszahlen vor dem Monitoring. Gerade für einige moderne Studien wird das aber praktiziert.

Der wissenschaftliche Beirat für Biodiversität des BMEL (Prof. Dr. Wätzold) empfiehlt, ausdrücklich im Oktober 2020: unter Empfehlung an die Politik zu Insekten und Biodiversität „Auswirkungen von Klimawandel auf die Biodiversität sind in die Monitoringsysteme einzubeziehen“ Genau das haben einzelne Wissenschaftler auch schon bei der Fachdiskussion der Krefeldstudie 2017 gefordert. Die Wirkung von Wetter ist weder damals, noch bis heute beachtet worden. (Wissenschaft. Dienst WD8-3000-039/17). Weder Wetter direkt vor Ort noch Klima wurden abgefragt. Genauso geht es dem Thema Prädation.

Legt man eine Grafik mit den jährlichen Wetterereignissen hinter die Diagramme der Insektenzählungen der bestehenden Studien, erkennt man sofort den deutlichen Einfluss, den das Wetter hat.

Die fehlende Frühlingssonne über 9 Jahre am Stück erklärt vor allem den massiven Insektenrückgang der Jahre 2005 bis 2013.

In den 9 Frühlingen war es 7x zu dunkel unter 460 Sonnenstunden, 5x Schnee im März, 4 x viel Wasser über mehrere Wochen. Solche Verhältnisse in der Kinderstubenzeit der Lebewesen zehren an den Beständen. Alles Weitere in der Grafik. Kein Wunder, dass die Bestände massiv zurückgehen und einbrechen.
Genauso hart wie die Insekten, traf es auch Fasan, Kiebitz, Hase und Rebhuhn. Dort kommt hinzu, das in den schlechten Jahren durch die dann geringe Anzahl Mäuse für die Prädatoren wie Füchse, Marderhund, Waschbär, Krähen und Greife nichts bleibt, als die oben benannten zu fressen. Das zieht die Bestände doppelt stark herunter.

Nach den 80er Jahren mit massiven Schlechtwetterperioden war die Zeit 1989 bis 2004 die Zeit der gleichbleibend bis steigenden Bestände. Von 2005 bis 2013 extrem dunkel und nass, vor allem im Frühling. Das hat in ganz Nordeuropa zu hohen Bestandsverlusten in allen Populationen geführt. Alle Studien weisen etwa die gleiche Reaktion der Tiere aufs Wetter aus. 2018,2019,2020 erholen sich viele Arten, unterstützt von viel Sonne, wenig Starkregen. . Deutlich setzen sich die wieder warmen Jahre 2018 2019 und 2020 ab. Fast alle Bestände sind wieder auf dem Weg nach oben.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich bitte Sie, die Wissenschaft vor weiteren Gesetzverabschiedungen mit der Ergänzung der Wettereinflüsse zu betrauen, erste Ergebnisse dazu sind eindeutig.

Die positive Rolle der Landwirtschaft als Nahrungslieferant für Insekten, durch offene Flächen Bodenbearbeitung, verschiedene Früchte 365/24 Stunden, gilt es zu gewichten . Auch die Studie Uni Göttingen, Prof Peter Batary Bestandteil des SRU 2018, Farm to Fork, mit der Aussage: „Die im Verhältnis zu Ostdeutschland und Europa kleinen westdeutschen Flächen haben die Biodiversität in den letzten 60 Jahren erhalten“. Das spricht für Kontinuität, nicht für Katastrophe. Es wird klar, dass gerade die Randstreifen in gutem Zustand sind. Das wurde bisher nicht bewertet. Die besonderen Eigenschaften der größeren Flächen, Abgeschiedenheit, viele Landschaftselemente wie Tümpel, kleine Baumgruppen, Einzelbäume sind nicht erforscht, werden durch die Fahrgassen, korridorähnlich vernetzt.

Der große Teil der Vorwürfe, seitens des Bundesministeriums für Umwelt (BMU), und vieler anderer gegenüber der Landwirtschaft, siehe Kommentar zur Krefeldstudie WD8 3000. 039/17, besteht bisher aus Vermutungen. Wichtige Argumente, wie Prof. Kunz sie deutlich macht ( Zuwachsen der Naturschutzgebiete, usw.) sind selten berücksichtigt.

Alle Verbände machen deutlich, welche Hebelwirkung diese Gesetzänderung hat. Die Auflagen der Düngeverordnung 2020, weitere Einschränkungen durch die Bewirtschaftung der roten Gebiete, werden sich erst in den nächsten 2 Jahren bewerten lassen. Die Belastungen durch ASP und die Coronaeinflüsse, . Die Erkenntnisse der beauftragten Forschungen zu Insekten werden dann zur Verfügung stehen. Der Verbrauch von Betriebsmitteln ist deutlich zurückgegangen. Die Lage auf den Höfen ist finanziell ernst. Bestrafen Sie nicht die Landwirtschaft für Auswirkungen des Wetters. Die neuen Jahren 2018, bis 2020. Zeigen auch ohne die Gesetzte ansteigede Bestände Bitte lassen sie Ihre bisher getroffenen Maßnahmen wirken, bitte stellen Sie die Gesetzverschärfungen zurück, bis Klarheit herrscht.

Hochachtungsvoll, Thies Kruse

ANHANG:

Egal ob Stoppelbearbeitung, mechanische Unkrautbekämpfung, Pflügen, Herbst und Frühjahrsaussaat von Ackerfrüchten, gewendeter Boden, ein gefundenes Fressen, irgendein Landwirt ackert immer, dann sind sie da. Bodenbürtige Insekten, eine gute Mahlzeit. Kulturfolger bei der Arbeit.

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Gliederung 5
Erfolge der Koalition im Umweltbereich Ergebnisse der 4 Jahre 6
Empfehlung Wissenschaftlicher Beirat Klima Berücksichtigen 6
Darstellung und Schuldzuweisung in falsche Richtung 7
Reduktion der Düngung wichtigste Forderung SRU erfüllt 8
Die Biodiversität wurde von der Landwirtschaft erhalten 9 Kleine Große Flächen
Beetle Banks Käferbänke Werkzeug für große Flächen 10
Ist Öko das Optimum für alles? Versorgungssicherheit SRU 11 Leopoldina erwähnten Klimaeinfluss mit keinem Wort
Kein Wort über positive Einflüsse wie Futtern, Körner, Schutz 12
Galathea 5/4 1989 Nürnberg Das Jahr der Marienkäfer 14
Diagramm mit den Sonnenstunden 1981 bis 2020 15 Region Nord-Rhein-Westphalen/ Rheinland-Pfalz
Tabelle mit Erläuterungen Sonnenstunden Frühling und Sommer 16
Quedlinburg Krefeld 300 Km Entfernt gleiche Reaktion 17 1989 zu 2013 Krefeldstudie, Wettereinfluß 17
Wiesenfalterstuie u. Krefeldstudie viele gleiche Ausschläge 18
Wiesenfalter, Krefelsstudie, Hasen Fasan auf der Sonnenst 19/20 Hasen Schneewinter 1978/79 und Hasen 1997 bis 2018 21/22 Bergauf der Bestände in 2018 und 2019 23
Prädation Fuchs Bekämpfung und Fasan Verluste 24
Reaktion auf das Wetter Mais 40 Jahre 25
Helmholzstudie Bodenfeuchtekarte 0 bis – 25 cm 26
Reduktion der Intensität Rinder Schweine Düngung 27 Tagfalter Helmholz Beispiele für sasa Auf und ab 27 Krefeldstudie vord. den Wissensch. Wetter sollte beachtet werden 28/29
Beetle Bänks Käferbänke Auflockerung große Felder 30 Professor Tiedemann:” wir sägen den Ast ab auf dem wir sitzen” 31 England Faltermonitoring Bonitur bis 2019, Einflüsse des Klima bestätigt 32
Professor Kunz Naturschutzgebiete müssen bearbeitet werden 34/35 SRU Graphik NR 8 36 Quellen 37


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Erfolg der Koalition in den letzten 4 Jahren
BMEL und BMU erreichten durch die Düngeverordnung 2017 massive Reduktionen. Ziele der Koalitionsverhandlungen 2017 erfüllt! CDU/ CSU und SPD haben sich im Koalitionsvertrag 2017 vorgenommen, die Insekten zu schützen. Dieser Ansatz wurde unter anderem durch die Düngeverordnung 2017, die eine Diversifizierung der Anbaufrüchte, eine Verringerung der Pflanzenschutzmittel und Düngeintensität auslöste, erreicht. . Weitere Ziele waren, Emissionen zu senken, Es wurde mit 25 % weniger Stickstoff, fast 10 % weniger Tiere und Gülle, über 30 % weniger Phosphor und 20 % weniger Pflanzenschutz erreicht, in den Jahren 2015 bis 2019 umgesetzt.. Genaue Zahlen weiter unten.

100 Millionen Euro sind für die Insektenforschung freigegeben. Ziel, in wenigen Jahren Klarheit zu haben. Wegen dramatischer Verringerung der Insekten seit 1990 laut verschiedener Gutachten folgte der Aktionsplan Insekten. Weiterhin wurden viele Gutachten ausgewertet, die katastrophale Reduzierungen bei den Insekten und Vögeln und dem Niederwild ausweisen. Die Basis der Gutachten ist die Anbauintensität 2015. Und davor. Da noch keine genauen Ursachen vorliegen, sind in 2018 100 Millionen Euro in wissenschaftliche Projekte der nächsten 4 Jahre geflossen, die Klarheit über die Ursachen bringen sollen.

Massive Reduktion der Anbauintensität erreicht.

Wenn alle Maßnahmen die in dieser Legislaturperiode verabschiedet wurden, greifen, werden wir 20 % weniger Rinder und Schweine haben als 2015 haben. Zusätzlich entstehen weitere Reduzierungen in den Ackerbereichen, so dass ohne Übertreibung Pflanzenschutz und Düngung seit 2015 um 30 bis 35 % % reduziert sind. Ursächlich durch verringerte Intensität, weniger Raps, weniger Weizen, mehr Sommerungen und Leguminosen wie Bohnen um Erbsen. Ich bin mir sicher, dass die Ziele des Koalitionsvertrags mit diesen Verringerungen erfüllt sind. Auch die Forderungen aus Brüssel , minus 30 % sind so schon erreicht, den auch dort kennt man bis jetzt nur die Zahlen aus 2016. Das ist also die Basis der Forderungen.

Herzlichen Glückwunsch zu dieser stolzen Bilanz der Koalition.

Leider kann die Koalition diese Erfolge nicht feiern, und in Wählerstimmen ummünzen. Das BMU, zuständig für viele Meldungen, auch nach Brüssel, macht diese große Reduktion der verringerten Einträge nicht öffentlich , sondern argumentiert weiter mit Werten von etwa 2016,2017 Meldungen auch nur diese nach Brüssel sendet, bleibt bei dem Katastrophenmodus bleibt. Die Erfolgsbilanz der Koalition erwähnt mit keinem Wort die eigentliche Aufgabe der Landwirtschaftspolitik. Absicherung der Ernährungssicherheit und Nahrungsmittelqualität. Erhalt der Wettbewerbssicherheit der heimischen Betriebe und Infrastruktur im internationalen Vergleich.

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Zusätzlich Eine Milliarde in moderne Applikationstechnik Erfolg flankierende Maßnahmen

Jedem ist klar, dass die flankierenden Maßnahmen wie, Applikationstechnik, Güllelagerraum, Pflanzenschutzmittel, die schonender, gezielter wirken, und die Investitionszuschüsse noch weitere Verbesserungen für die Natur erreichen werden. Dazu Prof Tiedemann/ Anlagen

Dem BMU , Frau Schulze, dauert das wortwörtlich „zu lange“.

Trotz der noch nicht feststehenden Ursachen will das BMU weitere Eingriffe gesetzlich verankern. Das Ministerium des BMU führt die dokumentierten Rückgänge der Populationen von vor allem Insekten, und Niederwild sowie Bodenbrüter, auf den Einfluss einer schädigenden Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen zurück. Ohne einen Fachlichen Nachweis umfassender Gutachten. Man will massiv eingreifen, und bittet um Ihre Zustimmung für die dafür notwendigen Gesetzesänderungen.

Wetter vor Ort, und Prädation, Fremdworte für die Gutachten des BMU

  1. Außerhalb des BMU ist es für viele Wissenschaftler und die Politik bisher ein Rätsel, warum der Rückgang der Insektenpopulationen in Nordeuropa so massiv stattfindet. Ein großer Aspekt wird bisher nicht berücksichtigt. Das aktuelle Wetter in der Region der Insektenfallen, also vor Ort.

2. Der Ansatz beim Datum des Einstieg in ein Monitoring gleich 100 % ist richtig, setzt spätere Veränderungen in ein Verhältnis. Der Ansatz, Vermutung , das war vorher immer so, ist falsch. Dazu fehlt der Nachweis, Es werden Erwartungen geweckt, die nicht gehalten werden können. Dokumentiert durch Galathea, Berichte aus England, wird deutlich, das mit 1989/90 Basis der Krefeldstudie und des Wiesenfaltermonitoring mit 1990 gleich 100 /110 % Superjahre Jahrhundertereignisse mit 100 % eingesetzt wurden. Die politische Unterstellung das war immer so ist zu korrigieren oder nachzuweisen. Der Wetterverlauf der 80er steht massiv dagegen.

3. Zusätzlich ist das Wort Prädation in der Politik ein Fremdwort. Massive Ausfälle bei Bodenbrütern sind im BMU kein Thema. Diese drei wesentlichen Argumente wurden bisher außer Acht gelassen.

Was macht die Bevölkerung

Jeder Bürger beschäftigt sich 5-10 Minuten am Tag mit dem Wetter, reagiert durch Badehose, Gummistiefel oder Winterkleidung darauf.
Die Empfehlung des Wissenschaftlichen Beirats für Biodiversität vom 20 Oktober 2020 des BMEL Professor Wätzold und Kollegen, lautet unter Punkt eins und zwei: Seite 21, Punkt 4, Nr. 1u.2

1.Forschung zu Klimawandel und Biodiversität in Agrarlandschaften zu verstärken.

2. Auswirkungen von Klimawandel auf Biodiversität in Monitoringsysteme einbeziehen.

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BMU berücksichtigt das Wetter vor Ort bisher nicht

Das Wetter hat laut der vorgelegten Gutachten des BMU einen untergeordneten Einfluss auf die Ergebnisse der genutzten Studien. Es sind in vielen Fällen die durchschnittlichen Temperaturn und Niederschlagsverläufe der entsprechen Jahre in die Erörterungen eingeflossen, das ist zu vage, so erkennt man keine Unwetter, keine Ereignisse die Wirkung haben.

Auswirkungen vom Wettereinfluss vor Ort

Die Nasskalten Frühjahre und Sommer zwischen 2005 und 2017 beeinflussen die Populationen der Insekten Vögel und des Niederwilds massiv. Es gab starke Verluste bei allen Arten, da vor allem die Frühlinge unterkühlt, feucht, Schnee im März, zu vielen Verlusten führten. Weitere Erläuterungen siehe unten. Der alles Entscheidende Faktor ist die Sonneneinstrahlung. Die Anzahl der Sonnenstunden entscheidet über alles. Temperatur, Wachstum, Trocken oder Nass, 5 Sonnenstunden mit leichtem Wind schaffen mehr Trockenheit als 2 Wochen bewölkt mit Flaute.

Sind die Insektenbestände unwiederbringlich geschädigt, wie ist der weitere Einfluss der Landwirtschaft zu bewerten?

Alle Arten, Bestände der Insekten, Vögel und andere Tiere, signalisieren: kontinuierlich unterstützenden Wetterverläufe, werden mit steilen Zuwächsen honoriert.! Damit ist bestätigt, das Landwirtschaft nicht schädigt, sondern unterstützend zur Seite steht, bei guten Klimabedingungen mit ihren Futterquellen die Entwicklungen unterstützt. Beispiel sind alle nach oben verlaufenden Jahresergebnisse in den Diagrammen. Sobald es das Wetter zulässt, geht es aufwärts.
Das ist der Stand der Wissenschaftlichen Erkenntnis , Berücksichtigt man also Parameter wie Sonnenstunden im Frühling und Sommer, Niederschläge, Temperaturen, Schnee im März, so erkennt man sehr deutlich : Der Einfluss des Klimas ist für das Auf und Ab der Populationen hauptsächlich verantwortlich. Jeder kann es fühlen wenn er draußen ist, wenn er keine Schutzkleidung trägt.
Die Zahlen für 218 und 2019 zeigen deutlich für Insekten und Niederwild, Vögel: die Bestände gehen hoch, trotz steigender Prädatorenzahlen. Das beweist, die Landwirtschaft unterstützt und stabilisiert die Arten reagieren sofort, wenn das Wetter es zulässt.
Ich wünsche mir, das das BMU alle laufenden Forschungen um die Wetterbedingen vor Ort ergänzt. Die seit 50 Jahren erhobenen Wetterdaten in fertige Studien einarbeitet. In kürzester Zeit werden sie erkennen, Landwirtschaft steht zu Unrecht am Pranger.

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Fehlinterpretation durch falsche Auslegung der Ergebnisse.

Die Methode verschiedener Gutachten, das Einstiegsjahr in das Monitoring mit 100% zu bezeichnen ist fast die einzige Möglichkeit, die später erhobenen Ergebnisse in ein Verhältnis zu einander zu stellen. Die Interpretation vieler Menschen und Entscheider, dass in den Jahren vor Beginn des Monitoring, die Bestände genauso hoch waren, wie im Startjahr des Monitorings ist falsch. Eine reine Unterstellung, Vermutung, es ist nicht nachgewiesen. So praktiziert bei der Tagfalterstudie Wiesentagfalter , wie auch der Krefeldstudie. Hinweise liefert das Tagfaltermontoring Helmholz ufz, Es gibt dort Arten, die den Eingangswert 2006 theoretisch gleich 100 % nie wieder erreicht haben, andere, die diesen Eingangswert von theoretisch 100 % 2006 fast jedes Jahr deutlich übertreffen.

Diese Argumentation, ohne Nachweis, führt zu großen Falschinterpretationen. Irritation.

Eingangsjahr 1989/90 Krefeld Studie und Wiesenfalter werden mit 100 % angegeben. , Wir hören immer wieder aus der Politik: Vorher sollen hohe Bestände selbstverständlich gewesen sein. Nach den Wetterberichten ist das unmöglich. Die Wetterverläufe in den Jahren 81 bis 87 waren mit wenigen Ausnahmen extrem nass, dunkel, (wenig Sonnenstunden, lassen keine massenhaften Bestände zu). In den Fallen des Thünen Institut Projekt Quedlinburg wird die Annahme bestätigt. Jahre dieser Güte kleiner1000 Sonnenstunden waren in Quedlinburg und der Krefelsstudie schwache Insektenjahre. Viele Bestandsreaktionen dieser beiden Fallen sind Sehr ähnlich. Das wird nicht nur nach 1989, sondern auch davor gewesen sein. England bestätigt das Gleiche.

Die Vorwürfe, „Ursache Landwirtschaft“ sei der Rückgänge von Bodenbrütern wurden ebenfalls überprüft.

Aussagen von Forschungsergebnissen des DJV und BUND und den Universitäten sind von der Politik bisher nicht gewertet. Prädation und die Folgen für Hase Rebhuhn und Co, durch Greife und Fuchs, Waschbär und Co. sind exakt auszuwerten, zu gewichten. Zusätzlich hat auch dort das Wetter massive Auswirkungen. Negative Jahre wie 2008,2010,2013 2017 ziehen sich durch alle Ergebnisse.

Niederwild und Vögel haben die gleichen Wetteransprüche wie die Insekten. Nässe, Kälte, keine Sonne(Energie) sofort geht es steil bergab. Besonders später Schnee, setzt allen zu. Schon mittlere Sonnen und Feuchtewerte lassen die Bestände leicht ansteigen, je mehr Sonne umso besser. Das zeigen auch die Jahre 2003.2011,2018 und 2019.


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Zu den Zahlen der Reduktion von Düngung, Pflanzenschutz, Anzahl der Tiere, Rückführung der Intensität.

Die Viehbestände sind von 2015 bis 2019 um 9,5 %, die Schweinebestände um 8,5 %, somit auch die Gülle um 9 % verringert. Der Stickstoffeinsatz um 25 % Phosphor um 33 % verringert, Pflanzenschutzmittel um 20 % verringert. Die Zahlen findet man seit November 2019 auf Statistika, eine Einrichtung der Bunderegierung. Die Politik hat direkt Zugriff auf diese Zahlen. Leider wurde mit dem Argument: es hat sich seit 2017 nichts verändert eine weiter Düngeverordnung im Kraft gesetzt, Düngeverordung 2020, die ab 01.01.2021 weitere Einschränkungen bringt. Es ist jedem klar, dass nach der Seuchenlage ASP, dem katastrophalen Schweinepreis, den zusätzlichen Tierwohlauflagen vor allem im Schweinebereich durch eine Änderung in der Haltungsverordnung weitere Rückgänge anstehen. Durch die geringen Milchpreise, die verschärften Auflagen durch eine später mögliche Gülleausbringung werden auch im Rinderbereich auch schon in diesem Jahr weitere deutliche Reduzierungen eintreten.

„Wir zeigen, dass die großflächige Landwirtschaft in Ostdeutschland die Artenvielfalt verringert, die in Westdeutschland aufgrund dessen erhalten geblieben ist.
Die Vorteile der kleinbäuerlichen (kleinflächigen) Landwirtschaft für die biologische Vielfalt sind vergleichbar mit der Umstellung auf ökologischen Landbau. Das wird auch in der Politik gefordert, ist aber schon erreicht.“ Prof. Peter Batary Studie unterschiedliche Flächengrößen auf die Biodiversität zu untersuchen. Durchgeführt Region Göttingen, Ost und West der ehemaligen Grenze zur DDR


Das ist das Fazit einer Studie der Universität Göttingen, von Professor Peter Batary und seinen Kollegen. Es werden Flächen im Westen Deutschlands mit Flächen im Osten Deutschlands verglichen, im Anbau, und der Biodiversität. Öko und Konventionell. Parameter sind Fruchtfolge Erträge Vermarktungserlös und Produktionskosten, Biodiversität
Ergebnisse.
Konventionell hat den doppelten Ertrag je ha auf großen und kleine Flächen.
Durch die Restverunkrautung hat Bio eine vergleichsweise höhere Biodiversität. Diese Verunkrautung führt zu mehreren Pflegedurchfahrten, in denen alle Flächen mehrmals durchgekämmt/gestriegelt werden. Auf beiden Flächentypen groß, und klein, Das eigentlich wichtige Fazit: Konventionelle kleine Felder haben die gleichen ökologischen Vorzüge, wie die Ökobewirtschaftung auf den großen Flächen.


Flächengrößen in Deutschland
Warum ist das wichtig? Die Studie bestätigt, dass die Flächen von Flensburg bis an die Schweiz, von Niederlande, Frankreich bis an die ehemalige Zonengrenze zum aller größten Teil ihre Biodiversität erhalten haben. Zum Allergrößten Teil, weil an dem Untersuchungsort im Schnitt die Felder oder Parzellen ca 3,5 ha haben die Gräben sehr positive Effekte haben. Wobei dort auch größere Felder dabei sind. In vielen Regionen Deutschlands sind die Parzellen nicht größer als im Schnitt 5 ha, wobei sicher jeder Betrieb je nach Gesamtgröße ein, zwei. drei 15 oder 20 ha große Flächen dabei hat.

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Optimale Feldstruktur
Jeder, der die A 1, die A7 runterfährt, kann das bestätigen. Werden die Felder größer, egal ob Ost oder West, ist irgendwo ein Wasserloch, ein Einzelner oder mehrere Bäume in einer kleinen Gruppe, eine Moorstelle in einer Senke. Geht man auf Google, misst in Ostdeutschland große Schläge aus, oder in Ostholstein, so sind auf von . Schlägen von 40 bis 200 ha Größe etwa 5 bis 10 Landschaftselemente. Diese Oasen der Diversität schaffen in aller Abgeschiedenheit Zonen für Schalen- und Niederwild, Bodenbrüter. Diese Besonderheiten der großen Schläge sind durch die Batarystudie noch nicht erfasst worden, sind durch ihre Abgeschiedenheit wertvolle Strukturen, ähnlich den Landschaftselementen der kleinen Schläge.


Beetle Banks (Käferbänke)
Alternativ schlagen wir vor, die Ministerien zu ermuntern, die Beetle Banks (Käferbänke) als weitere Form des Greening, der Landschaftselemente anzuerkennen. Die auch jederzeit wieder rückbaubar sind. Damit sollten effektive und interessante Möglichkeiten für Großflächen zu schaffen, an geeigneten Stellen mit dieser Form der Auflockerung oder Vernetzung möglich werden. Bedingung: vom Betrieb rückbaubar, wann er es will, also als einjährige oder mehrjährige Maßnahme.

2,5% der Fläche sind Fahrgassen in den konventionellen landwirtschaftlichen Flächen
Sie führen durch alle konventionell bewirtschafteten Felder.
Sie sind der Fluchtkorridor, Wildwechsel, Biotopvernetzer, Leitkorridor für Insekten, und Wild. Kleinlichtung zum Sonnen, Trocknen, nach Regen oder Tau. Sie vernetzen Gräben, Ökoinseln der großen Flächen, sind die richtige Ergänzung von Beetl Banks. Die Fahrgassen sind die regelmäßige Unterbrechung der angeblichen Monotonie, Lichtung für Feldlerchen. Wild ist ortskundig, findet schnell Deckung im Getreide, eine Fluchtmöglichkeit vor Greifen, Raubwild, ist ohne Fluchtkorridor mitten in der Fläche jämmerlich ausgeliefert. 10 Millionen ha Ackerbau in Deutschland enthalten automatisch 250 000 ha Fahrgassen, Wildkorridore in den Flächen.

Ist Öko das Optimum für alles?
Die neu entstandene Diskussion um die Sinnhaftigkeit der Gesamtbilanz weiterer Umstellungen auf Ökobewirtschaftung dauert an. Vermeintliche Vorteile wie weniger Dünger, kein Pflanzenschutzeinsatz kehren sich um in: Flächenverbrauch für die gleiche Menge Futter, vor Ort oder in Übersee. Statt Pflanzenschutz permanentes Striegeln, etwa drei bis 4 Mal in der Jugendzeit von Bodenbrütern und Junghasen, das heißt man fährt mit einer Art Kamm durch die Flächen, um das Unkraut mechanisch u zupfen. Alternativ mit einer Art Hacke, . Es führt jeweils dazu, das frischgesetzte Hasen, Nester der Feldlerche, des Kiebitz, zerstört werden, Die Arbeitsbreite dieser Geräte , ist 8 bis 12 Meter. Kein Schlepperfahrer erkennt da die Brut. Qualitätsprobleme durch Stich, Fressschäden durch Insekten, also den Verderb der Ware. Versucht wird mit auf Kupfer basierten Pflanzenschutzmitteln auch im Ökobereich Produktionssicherheit zu erlangen,. Nach jedem Regenschauer wird ein neuer Film aufgespritzt. Mit Bazillus Turingensis werden Insekten vernichtet, (nein es wird damit Pflanzenschutz angewendet) genau wie in der Konventionellen Schiene, Mittel die vom Bundesamt für Pflanzenschutz zugelassen werden, vorher auf Herz und Nieren geprüft. Die CO2 Bilanz jedes Produkts wird gerade vom BMU deutlich gefordert, da steht Öko nicht gut da, wenn die Ersatzfelder für die Ertragsdefizite mit ins Spiel kommen.

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Nachhaltigkeit und Versorgungssicherheit, Risikoabsicherung, Achtung des Eigentums
Laut vieler Studien z.B. ( Batarystudie), ist Ökobewirtschaftung in Deutschland ohne hohe zuzätzliche finanzielle Zuwendungen zu dem , was jeder andere Landwirt auch an Unterstützung auf der Fläche bekommt, durch Prämien des Staats nicht wirtschaftlich darzustellen.
Die Ausführungen des Professor Tiedemann bitte ich einmal zu überdenken.
Die politische Aufgabe ist, Absicherung der Ernährung der Bevölkerung, Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft im Verhältnis zu Europa und der Welt zu erhalten. Das funktioniert mit den neuen Rahmenbedingungen nicht.
Vor allem das angekündigte Verbot von Pflanzenschutzmitteln ist dafür nicht begründbar. Die Wild, Vogel, Insektenverluste können als Argument nicht weiter genutzt werden, es ist klar, dass die Rückgänge durch das Wetter verursacht sind.

Die Absicherung der Produktion durch ausreichende Düngung und Pflanzenschutz, ich betone Schutz, um Qualität und Quantität bei Berücksichtigung aller Regeln, ist der Standard. Alles was Fläche A eine Produktion erlaubt, darf auf Fläche B nicht ersatzlos verboten werden, das ist kalte Enteignung. Ihre Unterschrift unter das Papier der Gesetznovelle des Kabinetts vollzieht diese Enteignung. Der Irrglaube, das immer nur wild drauflos gespritzt wird, ist durch 30 Jahre kontrolliert, integriert wiederlegt.

Die entscheidenden Argumente, des BMU und des SRU(Sachverständigenrat für Umweltfragen) Insektenschutz 2018 sind schon erfüllt.

250000 ha Fahrgassen wurden nicht als extensive Auflockerung der Ackerflächen erkannt. Intensität bei Düngung und Pflanzenschutz ist erfolgreich zurückgenommen um über 25 %.

Diversifizierung im Anbau erfolgreich platziert…Bohnen Soja Sommerung Zwischenfrüchte
Die Einflüsse des Klimas auf die Verluste der Insekten sind geklärt. Düngeverordnung 2020, weitere Reduzierung der Rinder und Schweinehaltung ist zu erwarten.
Die Experten des SRU müssen neu Gewichten. Die weitere große Sorge Insektensterben, Basis ist die Argumentation der negativen Ergebnisse Krefeldstudie und anderer, muss neu gewichtet werden,
Prädation , und Wetter sind die fehlenden Teile im Puzzle.


Krisensichere Nahrungsmittelversorgung mit gewohnter Qualität und Menge

Wo ist beschrieben welche Auswirkungen die Einschränkungen auf fast 1 Millionen ha hat.? Wie viel Fläche muss dafür Rücknahme der Intensität so auch im Ertrag in anderen Ländern aktiviert werden, um das Auszugleichen?
Die Positiven Einflüsse der Landwirtschaft , durch die aktive Bewirtschaftung, für die Nährstoffversorgung, aller Gattungen und Arten, ist nicht gewichtet. Findet im SRU 2018 nicht statt.

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Egal ob Wurm, Getreidekorn, Winterfutter, durch Wintersaaten wo ist die Gewichtung. Artenvielfalt der Insekten in der Ackerwirtschaft wird erreicht durch verschiedene Feldfrüchte und deren typischen Parasiten. Schwarze Bohnenlaus, Mehlige Kohlblattlaus, Rübenfliege; All diese Früchte, angebaut mit modernem Schadschwellenmonitoring, im Notfall auch durch Insektizide, nützlingsschonend eingegrenzt in der Applikation, das wird auf den meisten Flächen seit 30 Jahren verantwortungsvoll so bewirtschaftet. Wo sind die grünen Kreuze in der Abbildung 8 des SRU 2018, Für die aktive Unterstützung der Insektenvielfallt, durch die vielgliedrige Fruchtfolge und dadurch die Verhinderung des Insektenrückgangs.

Wetterdaten sind durch Helmholz ufz, Deutscher Wetterdienst, Wetter Online seit über 50 Jahren für die einzelnen Bereiche vorhanden, warum wurden sie nicht genutzt. Ein hoher Biomasseertrag hängt davon ab, das es für viele Arten in einem Jahr lückenlos passt. Ein hohes Gewicht in der Biomasse hängt davon ab das viele Arten in Massen auftreten durchgehend von April bis Oktober. . Ein hoher Masseertrag bedingt bei vielen Arten, das Vorhandensein von vielen Tieren, die ihnen als Nahrung dienen, so wie von genug Futter, wie Mist, wie Kuhfladen, Aas, Pflanzen, die speziell für die einzelne Art sind.

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Voterra Gesetz

Alles was für eine bestimmte Art wichtig ist, muss in dem Jahr lückenlos passen, nicht unterbrochen werden, damit viele Insekten einer Art entstehen

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Hier die Ergebnisse aus Nürnberg 1989.
Nach Massenaufkommen an Läusen Nordeuropaweit, die laut englischen Berichten aus dieser Zeit in den Massen das letzte Mal vorher 1976 erfasst wurden, folgten große Mengen Marienkäfer und Schwebfliegen, ganzflächig in BRD und DDR wie alte Kommentare belegen.
Das Gesetz von Volterra konnte überdeutlich nachgewiesen werden. Es beschreibt die selten für alle beteiligten Arten optimal verlaufende Kette der Prädation, fressen und gefressen werden. Dabei kann der Folgende sich nur so stark endwickeln wie er die andere Art als Futter vorfindet. Nach Läusen, die von Marienkäfern und Schwebfliegen gefressen werden, kommt danach die Schlupfwespe, und Milben. Siehe. Galathea 1989, 5/4 Nürnberg. Gleiche Massenfänge gab es in Krefeld, konnten leider nicht in Masse je Art und Anzahl Arten bestimmt werden.

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Sonnenstundendiagram Frühlings und Sommerquartal in Summe zwischen 880 und 1360 Sonnenstunden. Raum NRW

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Es ist eine Diagramm, dessen Daten in der auf der folgenden Seite abgebildete Tabelle zu Grunde liegt. Sie bildet die für die Regien NRW in den unten angegebenen Jahren ermittelten Summen der Sonnenstunden aus Frühling und Sommerquartalen des aus den Daten von Wetterkontor.de. , Wetter-online, dem Deutschen Wetterdienst und den Temperaturkarten und Bodenfeuchtekarten in 0 bis 25 cm Tiefe von Helmholzinstitut ufz ab, Daten wurden abgeglichen.

Neben anderen sind es gerade diese Studien, die maßgeblich herangezogen werden um in Deutschland und Europa die derzeitigen Gesetze und Verordnungen maßgeblich zu verändern. Die Bewertung der einzelnen Jahre mündete in diese Grafik ein, links abgetragen, die Summe der Sonnenstunden aus Frühling und Sommer. Dunkelblau; sehr nass, hellblau zu kalt und dunkel, Braun: mittlere Temperaturen, unterstützend, nicht schädlich, Gelb: selten vorkommende Ereignisse, Frühling und Sommer zusammen mit herausragenden Sonnenstunden, über 1250 Stunden, im Gegensatz zu Jahren wie 1986 und 98, mit weniger als 900 Sonnenstunden in den Quartalen Frühling und Sommer.

Auszüge aus Krefeldstudie, Wiesenfaltermonitoring, Quedlinburg/Thünen Randecker Mahr, alle Studien sagen nichts zu den direkten Wettereinflüsse der einzelnen Jahre auf die Fangergebnisse. Im Folgenden lege ich die abgetragenen V4erläufe der Studien auf das Sonnenstundendiagramm.

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Sowohl in den 1980 bis 87 Jahren wie auch in der Zeit von 2005 bis 2017, Viele Frühlinge zu wenig Sonne , in den Monitoringzeiträumen, zu erkennen an den schlechten Jahren bei Hasen und Fasan , gab es nur wenig , 2007 und 2011 Bestandsaufbauende Jahre. Überwiegend ging es bergab. Das bestätigt die Feststellungen der meisten Gutachten. Ich weise darauf hin, dass durch Jahre wie 1991, 1994,1995, 2001,2006,2008,2009,2010,2012,2013! Wie auch die achziger, mit dunklen Frühjahren unter 450 Sonnenstunden bringen diese Jahre einfach zu wenig Energie in die Populationen. Dagegen sind bei mehr als 650 Stunden im Frühling regelmäßig steile Vermehrungsraten bei allen Arten zu vermelden. Nach einer verhältnismäßig guten Zeit 89 bis 2004 folgt 2005 bis 2013 ein Absturz der Bestände . Die vier Jahre danach vor allem 2016 und 2017 waren auch von viel Regen geprägt. Richtig gut und stabilisierend wurde es in 2018,2019,2020. Aktuell 15 Februar ist wieder eine harte Zeit, Schnee kostet Substanz.

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Die obere Graphik aus Quedlingburg Thünen Institut, bestätigt die markanten Jahre der Krefeldstudie wie 90,91 2001,2006 2007,2009,2010,2013. Die Fänge Quedlingburg zeigt auch für einen Teil der achtziger Jahre , das schlechtes Wetter zu geringen Fängen führt. Es ist eine berechtigte Frage, ob die Jahre 1989 und 1990 als 100 % Jahre in Statistiken taugen. Es wird deutlich, dass auch in 300 km Entfernung von der Krefeldstudie Parallele Ausschläge stattfinden. Das schließt einen großen Einfluss der Landwirtschaft aus. Es weist auf den entscheidenden Einfluss des Wetters hin. Wiesenfalterstudie: Deutliche Ausschläge in den markanten Jahren wie alle anderen Studien auch 08, 12

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Tabelle der Krefeldstudie in dieser Version von Werner Scheupen. Da die Studie aus Quedlinburg parallel die schlechten Fänge in den Jahren 86,87,88 deutlich macht, ist die linke Prozentleiste der Tabelle Krefeld als das rechnerische Mittel zu nutzen, Es sei denn, der Nachweis, das in den Jahren davor Bestände gleich 1989 existiert haben wird erbracht.

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Wiesenfaltermonitoring Holland 1990 bis 2016. Deutlich zu sehen das Jahr 2008, es ist der Nachweis von der Politik zu erbringen, das in den 80ern bei dem schlechten kalten dunklen Wetter siehe Grafik Krefeld, über Jahre ein Populationsstärke gleich 1990 existent war. Der 100 % Wert der Graphik hat lediglich einen orientierungswert für die Studie, sagt nichts über die Populationen davor aus.

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1989/90: Das Jahr der Marienkäfer, so beschreiben Fachleute aus Nürnberg das Ausnahmejahr 1989

Ganz Nordwesturopa hatte eine Insektenschwemme.

Nach den Schilderungen des Galathea 1989 5/4 Nürnberg hat im Frühling, und Sommer, 1989 alles gepasst. Viele Läuse überlebten den Winter, konnten sich unendlich vermehren, wie dort beschrieben und ausgezählt, in der die Krefeld Studie durch massenhafte außerordentliche Fänge dokumentiert, aus England und aus alten DDR Artikeln, einer Zeitung in Lübeck, Flächendeckende Explosion der Insekten. Wer da für dieses besondere Jahr behauptet, das war immer so, hat die Kommentare der anderen Quellen nicht gelesen. Er hat sich das Wetter der 80er Jahre nicht angeschaut. 81. Bis 87, zu
Dunkel, keine Sonne viel Nässe und Schnee. 1989,/90 mit überdurchschnittlichen Bestandsentwicklungen spiegeln nicht die Jahre vor 1988 wieder, das ist irreführend.

2013: Der dunkelste Frühling in 30 Jahren, Schnee, kalt, bis in den Juli

Der dritt heißeste Sommer der 30 Jahre davor, der dunkelste Herbst seit
langer Zeit. Selbst der Mais war eine Missernte in dem Jahr.

2013 wird oft als Paradebeispiel für negative Aussagen ohne Hinweis auf das Wetter in dem
Jahr angeführt.


Bei einer Gewichtung aller Jahre, mit einem Durchschnittswert als 100 % Linie, zeigt sich das Jahr 1989 mit 160 %. Dagegen sind es dann im Jahr 2013 76 % Fangergebnisse. Differenz 84 % das Jahr.

Der schlechteste Frühling, mit den wenigsten Sonnenstunden in über 30 Jahren als Hinweis auf massiven Verluste darzustellen, ohne die Besonderheiten zu benennen, ist für diese wichtigen Entscheidungen, von denen für viele Betriebe die Existenz abhängt verantwortungslos.


Die Instrumentalisierung dieser Daten ist nur zulässig wenn der Beweis erbracht ist, dass vor 1989 in diesen Regionen immer eine so hohe Populationsdichte wie im Ausgangsjahr der Studie angetroffen vorhanden war. Das ist bis heute nicht erfolgt. Seit 4 Jahren öffnet jede Pressekonferenz mit diesen Zahlen. Und dem Hinweis, die Landwirtschaft ist schuld.
Es kann bei so viel Fachwissen und keinem Kommentar zu den besondern Wetterumständen Vorsatz unterstellt werden.
Diese Informationspolitik ist irreführend, für den Bürger, die Politiker.

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Schuldzuweisungen an der falsche Stelle. Der Verlauf 2013 ist beispielgebend für die Zeit 2005 bis 2013

Der Verlauf 2013 ist beispielgebend für den Verlauf aller Jahre
Keine Kontinuität, jeden Tag kann für jede Population der Turbo, oder die Bremse kommen. Auf beides reagieren die Pflanzen, Insekten und Tiere sofort. Genau wie wir Menschen. Frühling , Sommer, Herbst 2013 im Vergleich zu den 29 Jahren davor.

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Auszug aus Wetter Online, Kommentare zu den Graphiken.
Seit Messbeginn der Sonnenscheindauer im Jahr 1951 war es nur 1970 und 1983 trüber. Deutlich, die dunklen 80er, garantiert keine Massenjahre für Insekten. Der Sommer 2013 war einer der zehn wärmsten Sommer seit Messbeginn im Jahr 1881. Im Jahresschnitt sind all diese extremen Vorgänge nicht zu erkennen.
Mit nur 270 Stunden lachte die Sonne im Herbst 2013 so selten wie lange nicht mehr Nur 1998 und in einigen 1980er Jahren gab es noch weniger Sonnenschein.

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Erste Graphik rot Hasen blau Fasan , Streckenliste des DJV

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Neben den dominanten Wettereinflüssen die hier für alle Bereiche deutlich werden, haben alle Bestände mit wesentlichen Prädationsverlusten zu kämpfen. Sehr deutlich wird das auch bei schlechtem Wetter, dann läuft alles aus dem Ruder. Gerade in schlechten Wetterdekaden mit verminderter Vermehrung suchen natürlich alle Vögel nach den noch verbleibenden Populationen.

Dazu kommt gerade in solchen Jahren die immer stärker werdende Prädation bei Vögeln und Niederwild. Zu kalt, zu nass im Frühling; keine Mäuse, alles muss dann von Junghasen und Küken, brütenden Hennen usw. leben.

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Verglichen wurden die Jahre 1978 bis 1982 die Jahre 1984-1987 mit den Jahren 2015 bis 2019. Es ist die Aussage 90 % weniger Schlupwespen. Es wurden immer Blaue Jahre mit roten Jahren verglichen.

Es wird deutlich das hier extrem kalte Jahre mit extrem warmen Jahren verglichen wurden, obwohl auch in den Zeiträumen der 80er warme Jahre zu verzeichnen sind. Es wäre Sache der Verfasser der Studie nähere Auskünfte zu geben, Fakt ist, es wurden wieder einmal Werte verglichen ohne das Klima um diese Werte herum zu erläutern. Ohne weitere Erklärungen verbietet es sich Schlüsse aus diesen Daten zu Lasten von irgendjemand zu stellen. Es ist möglich, dass durch die warmen Temperaturen die Flugzeiten der Insekten nach vorne gerutscht, in den alten Daten nach hinten gerutscht sind, extrem kalte Frühjahre, siehe Sonnenstundendatei (weiter unten). Durch warme Temperaturen könnte ein verzettelter Flug entstanden sein, in späteren Jahren nur einmal der Schalter auf Grün gelegt.

Jede dieser Daten ist sicher richtig erhoben, wie überall. Die Frage ist wie immer die Bewertung.

Karte Deutscher Wetterdienst, Temperaturunterschiede von 1881 bis 2019

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Unten der Schneewinter 1978-79 , war für viele Populationen eine Katastrophe. Neben Hasen und Fasan sind es auch Rebhuhn und Lerche, die von den Greifen und Krähen Füchsen und Waschbären Störchen und allen anderen, selbstverständlich verspeist werden, ohne das die Wissenschaft es einmal quantifiziert. Jahre die auf Grünland zur Mäuseplage führen, entlasten, nehmen den Prädationsdruck von den oben genannten Arten. Ein Dank an die Jägerschaft, die in vielen Bereichen Nachweise erbracht haben, das 50 % bis 80 der Eier und die Henne getötet wurden:

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Fasan Strecke langsam wieder aufwärts in 18 und 19 Hase wieder aufwärts 18 und 19

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Dachs aufsteigend Waschbär aufsteigend

Die Jahre 2018, und 2019 bestätigen: durch die guten Wetterbedingungen erholt sich das Niederwild deutlich. Trotz der steigenden Zahlen beim Raubwild legt das Niederwild deutlich zu. Das gleiche wird für viele Insektenarten gemeldet. Auch aus England. Tendenz: Erhohlung. Marderhund und Fuchs sind auf etwa gleichbleibendem Niveau. Die vielen Mäuse entlasten das Niederwild vom Prädatorendruck.

Sobald die Sonne auf etwa 1300 Sonnenstunden in Frühling und Sommer kommt, gehen sofort alle Bestände nach oben, es zeigt Landwirtschaft unterstützt die Populationen und schädigt sie nicht. Gerade Fasan und Hase findet man vor allem in der Landwirtschaft.

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Auswirkung auf geschützte Arten
Die drastische Erhöhung des Fuchsbesatzes, nicht nur auf Rügen, führt zwangsläufig zu einem Rückgang bodenbewohnender und zum Teil geschützter Arten. Die Arbeitsgruppe Küstenvogelschutz Mecklenburg-Vorpommern konnte zeigen, dass die Bestände der Küstenvögel dramatisch zurückgegangen sind, mitverursacht durch steigende
Fuchspopulationen in den Vogelschutzgebieten Mecklenburg-Vorpommerns und anderer Bundesländer.

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Oben wird deutlich, wie stark jedes Jahr aufs Neue, die Pflanzen auf die Wetterbedingungen reagieren. Hier der Silomais, blau Schl. Holst. gelb Deutschland. Er reagiert genauso auf das Wetter wie alle anderen Pflanzen und die Tiere und Insekten. Jedes Jahr wird in gleicher Intensität , gleicher Technik mit gleicher Sorgfalt gedrillt. Das ist das Ergebnis, bis zu 30 % Unterschied im Ertrag. Insekten fangen nach einem schlechten Jahr ganz unten an, müssen sich erst wieder hocharbeiten.

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Es zeigt das Helmholzinstitut die Bodenzustände auf, bis 25 cm also die Pflugsohle. 1959,1976,1989 teilweise 2003, dann 2011- 2018 Das sind die Massenjahre der Insektenvermehrung. Ganz klar kann man sagen, je weißer die Karte, je nasser und dadurch kälter sind die Böd und der Populationsrückgang. Je brauner, trockner die Böden, optimale Unterstützung für auflebende Populationen bei allen Arten. Zu trocken bringt auch wiederum Verluste.

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Datenerhebung aus Statistika, von 2015 bis 2019, Rinderzahlen und Schweine bis Anfang 2020:

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Ein Teil der Monitoringergebnisse des Helmholz ufz. Tagfalter monitoring aus ganz Deutschland, zu finden in Oedippus 39. Zu beachten Einstiegsjahr, einzelne Arten blieben danach immer unter diesem Wert, andere immer über. Keine Rückschlüsse auf die Jahre davor möglich. Das Jahr 2008, 2018 und 2019, je nachdem wie das Wetter für die einzelne Art passend war, markante Ausschläge. Danke den Menschen, die wie in allen anderen Gutachten auch über Jahre kontinuierlich diese Daten erheben.

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Auszug Wissenschaftlicher Dienst, Vorstellung der Krefeldstudie, Es wurde deutlich gemacht, es sind keine Ursachen erforscht, sondern lediglich Daten erhoben worden. Schon dort wird vermutet das das Klima eine Rolle spielen könnte man hat es aber nicht untersucht. Wichtig dritter Absatz wurde nicht untersucht, das überlesen viele.

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Vorletzter Absatz, Profssor Settele, Steilvorlage für die Politik, das Wetter, Klima genauer zu erforschen. Es wurde von der Politik nicht berücksichtigt, die Dominanz dieser Einflüsse unterschätzt.

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Andreas von Tiedemann: “Wir sägen an dem Ast, auf dem wir sitzen!”


26.02.2016, Umwelt & Verbraucher:
Wissenschaftler fordert sachlichen Umgang mit moderner Landwirtschaft
Die moderne Landwirtschaft steht so intensiv wie nie zuvor im Fokus der Öffentlichkeit: Antibiotikaeinsatz in der Tierhaltung, Nitrat im Grundwasser, Pflanzenschutzmittel im Essen – das sind einige wenige Themen, die sehr kontrovers diskutiert werden. Der Göttinger Wissenschaftler Professor Andreas von Tiedemann kennt sich mit Pflanzenschutz aus. Ihn ärgert es, dass Fakten keine Chancen gegen Emotionen haben. Er plädiert für seriösen Journalismus, kritische Medienkonsumenten und eine Landwirtschaft, die ihre Arbeit besser nach außen vermittelt.

Umwelt & Verbraucher: Professor von Tiedemann, wieso vertreten Sie die These, dass die moderne Landwirtschaft für ihre Errungenschaften ungerechtfertigt bestraft wird?
Andreas von Tiedemann: “Moderne Techniken in der Landwirtschaft haben bei uns zu einem in der Geschichte einmaligen Grad an Versorgungssicherheit und Lebensmittelqualität geführt. Wenn ich aber die Berichterstattung in den Medien und die öffentliche Diskussion über die Auswirkungen der modernen Landwirtschaft betrachte, dann wird nahezu ausschließlich über vermeintliche Risiken gesprochen. Viele Berichte implizieren, dass Landwirte skrupellos vergiftete Lebensmittel produzieren. Rückstände von Pflanzenschutzmitteln in Lebensmitteln sind da ein beliebtes Thema. Als unabhängiger Wissenschaftler bin ich immer wieder schockiert über diese Desinformation der Öffentlichkeit. In einer Gesellschaft mit einer weniger erfolgreichen Landwirtschaft und knapperen Lebensmitteln würden sich Landwirte paradoxerweise einer weitaus höheren Anerkennung erfreuen. Früher dachte ich noch, dass Fakten auf Dauer überzeugen. Heute weiß ich, dass man Fakten auch mit Emotionen verknüpfen muss, um auf dem Meinungsmarkt zu punkten. Aber das ist eine Aufgabe schon jenseits der Wissenschaft.”
Umwelt & Verbraucher: An welche Fakten denken Sie?
Andreas von Tiedemann:”Wenn ich die Auflagen bei der Zulassung und Anwendung von Pflanzenschutzmitteln und die Rückstände in den Lebensmitteln berücksichtige, ist Pflanzenschutz bei korrekter Anwendungspraxis zu einer Nullrisiko-Technologie geworden. Mittlerweile gehören 96 Prozent aller eingesetzten Wirkstoffe keiner Giftklasse mehr an. Wichtig wäre, dass wir endlich davon wegkommen, Messwerte mit Gefährdung gleichzusetzen. Werden gesetzliche Rückstandshöchstgehalte überschritten, gefährdet das nicht automatisch die Lebensmittelsicherheit. Denn die Werte haben Vorsorgecharakter und keine unmittelbare toxikologische Bedeutung. Das wird leider in keinem Bericht über Pflanzenschutzmittel erwähnt. Tatsache ist auch, dass es seit über zwanzig Jahren keinen klinisch belegten Fall einer Gesundheitsbeeinträchtigung durch fachgerecht erzeugte Lebensmittel aus moderner

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Produktion gegeben hat, wohl aber Todesfälle durch mikrobielle Kontaminationen wie im Fall von EHEC. Doch die Wahrnehmung ist ganz anders. Ganz oben in der Rangliste der gefühlten Ernährungsrisiken stehen Rückstände von Pflanzenschutzmitteln oder Gentechnik, weit dahinter hingegen Fehl- und Unterernährung oder natürliche Gifte. Also absolut konträr zu der tatsächlichen Situation.”
Umwelt & Verbraucher: Wie kommt es nach Ihrer Meinung zu dieser Schieflage?
Andreas von Tiedemann: “Die Verbraucher werden nicht richtig informiert. Seriöser Fachjournalismus ist Mangelware. Stattdessen wird mit den Emotionen und Ängsten der Bevölkerung gespielt. Medien und Umweltorganisationen erringen dadurch die für sie lebenswichtige Aufmerksamkeit. Im Zielkonflikt zwischen dem medialen Erfolg beziehungsweise der Existenzsicherung und den Fakten bleibt die objektive Berichterstattung auf der Strecke. Auf Dauer reagieren einseitig informierte Verbraucher zunehmend verunsichert und ziehen die falschen Schlussfolgerungen für ihr persönliches Verhalten.”
Umwelt & Verbraucher: Welche Folgen können sich daraus ergeben?
Andreas von Tiedemann:” Im Endeffekt sägen wir an dem Ast, auf dem wir sitzen. Das ist aber leider nur den wenigsten bewusst. Der Nutzen des Pflanzenschutzes und seine fundamentale Rolle als tragender Faktor unseres Wohlstands kommt in der Berichterstattung nicht mehr vor. Die logische Folge ist die zunehmend verbreitete Auffassung, moderner Pflanzenschutz sei überflüssig. Die Politik reagiert auf diese Haltung. Im Pflanzenschutz werden wichtige Wirkstoffe trotz hohen Nutzens und erwiesener Unbedenklichkeit vom Markt genommen. Ein anderes, noch extremeres Beispiel ist die Gentechnik, die bewusst stigmatisiert wurde. Dabei ist sie eine wichtige Zukunftstechnologie in der Toolbox der modernen Landwirtschaft. Diese noch ganz junge Technologie wurde bei uns blockiert, bevor sie ihr Potenzial entfalten konnte. Eine zukunftsfähige Gesellschaft kann sich diese Einstellung nicht leisten.”
Umwelt & Verbraucher: Was muss sich denn ändern?
Andreas von Tiedemann:”Ob sich Medien und Umweltorganisationen ändern, wage ich zu bezweifeln. Dabei dürften gerade die Rundfunkbeitragszahler von den öffentlich-rechtlichen Sendern eine ausgewogene Berichterstattung erwarten. Stattdessen appelliere ich an die Verbraucher. Sie sollten die Gesetzmäßigkeiten im Mediengeschäft kennen und müssen sich kritischer mit der angebotenen Information auseinandersetzen. Die Medienlandschaft ist diverser, als viele denken, und es gibt auch sehr sachgerecht arbeitende Journalisten. Die Bereitschaft, sich aktiv und ausgewogen zu informieren, würde uns schon weiterbringen. Ein ganz wichtiger Faktor ist aber die Landwirtschaft selbst. Sie darf sich nicht auf die Erzeugung guter Lebensmittel beschränken, sondern muss ihre Leistungen besser kommunizieren. Dafür sollten praktische Landwirtschaft, Verbände und Unternehmen stärker an einem Strang ziehen. Zeitgemäß informieren, also authentisch, faktenbasiert und auch emotional, um die Verbraucher wirklich zu erreichen – das wäre eine Chance für mehr Aufklärung.”

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Die Englische Zählung beginnt in dem Superjahr 1976, zeigt deutlich die Einbrüche der 80er, die Massenjahre um 1989/90 den Hyp 2003, den Niedergang, bedingt durch die schlechten Jahre r 2005 bis 2017, man beachte das Jahr 2008, den Anstieg in 2018, bestätigt auch für 2019, bestätigt auch durch das Niederwild und die Bodenbrüter wie Fasan in Deutschland. Auch viele Insekten in Deutschland haben sich in den Jahren 2018 bis 2019 zum positiven gewendet. Klare Ansage aus England und aus Deurtschland, laut Helmholz Tagfalt: Arten, für die das Wetter in den letzten 3 Jahren nicht gepasst hat, sind auch in diesen Jahren rückläufig
Grafik 2 Wiesenfalter Holland Deutschland, gleiche Ausschläge wie in England, z.B Negativ: 1977,1978,1981. Das Dunkelste Frühjahr aller Zeiten, 1986,1987, 1988, 1993, 2001, 2008, 2012/13. Alle Jahre passen zu den Klimadarstellungen aus dem Sonnenstundendiagramm.
Trends im Vereinigten Königreich. Das UKBMS wurde 1976 gegründet und überwacht heute über 2.000 Standorte. Der für alle Schmetterlinge gemittelte Abundance Index sank seit 1976 (Beginn der Schmetterlingsüberwachung) (Abb. 3A), einem Jahr mit extremer Dürre, um rund 50%. Um Veränderungen besser sichtbar zu machen, haben wir Arten in Lebensraumspezialisten (dh Arten, die mehr oder weniger auf einzelne Bereiche eines seminaturalen Lebensraums beschränkt sind) und breitere Landschaftsarten (dh Arten, die sich entweder über das Land erstrecken oder in einer Vielzahl von Lebensräumen brüten) gruppiert ). Seit 1976 verzeichneten Lebensraumspezialisten einen langsamen, aber stetigen Rückgang der Häufigkeit um 68% (https://www.gov.uk/government/statistics/butterflies-in-the-wider-countryside-uk). Im Gegensatz dazu erholten sich breitere Landarten innerhalb von etwa 8 Jahren und nach der Dürre wieder auf ihr vorgekochtes Niveau. Seit Mitte der neunziger Jahre sind jedoch auch sie rückläufig, so dass sie seit 1976 um 30% zurückgegangen sind. Insgesamt gehen 20 Arten zurück, 21 sind stabil und 9 nehmen im Überfluss zu. Abb. 3. Abbildung herunterladen In neuem Tab öffnen Powerpoint herunterladen Abb. 3. (Oben) Beobachtete (durchgezogene Linie) und geglättete (gestrichelte Linie) Trends des britischen Schmetterlingsindex für Lebensraumspezialisten (blau) und breitere Landschaftsarten (rot) zusammen mit dem 95% -KI des geglätteten Trends. Das erste Überwachungsjahr ist auf 100 festgelegt (Quelle: Lit. 93). (Unten) Der Grünlandschmetterlingsindikator für EU-Länder. Die geglättete Linie beginnt bei 100, und die schattierten Bereiche stellen die 95% -Konfidenzgrenzen dar, die den geglätteten Trend umgeben (Quelle: Lit. 26). Die geglättete Linie basiert auf der Lössmethode nach 18. Durch die Analyse der Verteilungsdaten wurde festgestellt, dass das Auftreten von Schmetterlingen für den Zeitraum 1970 bis 1976 weitgehend stabil ist, was bestätigt, dass der Rückgang der Häufigkeit nach 1976 wahrscheinlich durch den Dürreeffekt verursacht wurde (17). Allerdings gehen nicht alle Schmetterlinge zurück. Rund 30% erweitern ihr Sortiment, viele von ihnen nehmen auch im Überfluss zu. Diese expandierenden Arten kommen normalerweise entweder in einer Vielzahl von Lebensräumen vor oder brüten in Lebensräumen, die in der Landschaft noch weit verbreitet sind und sich daher leichter durch die Landschaft bewegen können als solche, deren Lebensräume stark fragmentiert sind. Trends in den Niederland

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SRU Grafik für die Belastung der Insekten. Kein Deutliches plus für Futter, für Deckung, für
offene Böden
:

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1) Quelle Sonnenstunden zusätzlich https://www.wetterkontor.de/de/wetter/deutschland/monatswerte-sonnenschein.asp?y=2019&m=14
2) Link Dürrekarten https://www.ufz.de/index.php?de=47252
https://www.wetteronline.de/wetterrueckblick/rueckblick-fruehling-2013-so-trueb-wie-seit-30-jahren-nicht-2013-05-30-r
2)Dürremagnituden im Oberboden in der Vegetationsperiode April bis Oktober Die Karte mit 0 bis minus 25 cm Nicht die Karte mit 0 bis 180 cm https://www.ufz.de/index.php?de=47252
Quelle 4 Grünmais in Deutschland http://www.umweltdaten.landsh.de/agrar/bericht/ar_gra_anz.php?ar_gra_linien_zr.php?nseite=90&ngranr=2&nskipj=1&nmin=0&nmax=500&stitel=Ertragsentwicklung%20Gr%FCnmais&Ref=GSB/
Quelle Nr 5 Rebhuhn Schutzprojekt Göttingen https://www.rebhuhnschutzprojekt.de/
Quelle Nr 6 Herwig Scholz https://www.ava1.de/blog/weniger-insektenmasse-aber-mehr-vielfalt-gut-so-n199
Wetter online Ab 2005 Dokumentation der Monate und Jahreszeiten, teilweise mit Tabellen bis in das Jahr 1983 Quellen Nr 6 https://fdokument.com/document/-web-viewweniger-insektenmasse-aber-mehr-vielfalt-gut-so-herwig-scholz-ist.html
und Nr 7 https://www.eea.europa.eu/data-and-maps/daviz/european-grassland-butterfly-indicator-3#tab-chart_6
Quellen Nr8 Wetteronline – Wetterticker-Wetterrückblick https://www.wetteronline.de/wetterrueckblick/rueckblick-fruehling-2013-so-trueb-wie-seit-30-jahren-nicht-2013-05-30-rb
Nr 11 Feldhasen Monitoring http://www.wildtier-kataster.uni-kiel.de/pages/projekte/feldhase-referenzsystem.php
https://www.kielerleben.de/news/anzahl-hasen-bleibt-stabil-10023008.html
12) Galathea tps://docplayer.org/39410385-G-a-l-a-t-h-e-a-5-4-nuernberg-1989.html
https://docplayer.org/39410385-G-a-l-a-t-h-e-a-5-4-nuernberg-1989.html
15) Marienkäfer 1989 https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.4-tipps-gegen-marienkaefer-plage-mhsd.6082d601-21fb-4b74-8b66-b0baf7e81067.html
Nr 16 DJV
https://www.jagdverband.de/forschung-aufklaerung/wild-monitoring/publikationen-und-vortraege/wissenschaftliche-publikationen
https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&q=professort+Kunz+Natur
https://www.kunz.hhu.de/publikationen.html
https://www.kunz.hhu.de/vortraege.html
Quellen Nr 17 und 18 Helmholz Falterblog 2018 besonders gut mit Meldungen aus England 1976
https://blogs.helmholtz.de/falter-blog/2018/08/insektensterben-vs-insektensommer-ein-widerspruch/
https://blogs.helmholtz.de/falter-blog/2019/06/invasion-der-distelfalter/
Abschlussarbeit R.Greiner 2014, „Entwicklung eines Feldhasenbestandes im Kontext von Landnutzung und Witterung“
Entwicklung eines Feldhasenbestandes in Stuttgart – Mühlhausen im Kontext von Landnutzung und Witterung Quelle 19 20 21
https://www.jagdverband.de/sites/default/files/2020-02/2020-02_Infografik_Jahresstrecke_Waschbaer_2018_2019.jpg
https://www.jagdverband.de/sites/default/files/2020-02/2020-02_Infografik_Jahresstrecke_Dachse_2018_2019.jpg
https://www.jagdverband.de/sites/default/files/2020-02/2020-02_Infografik_Jahresstrecke_Fasane_2018_2019.jpg
Quelle Nr 22 Werner Schleupen Kritik an der Krefeldstudie https://www.wschleupen.de/#hinfuehrung
Quelle NR 9 Tollwut Bestände vor und nach Impfung in Deutschland https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&q=abschusszahlen+Fuchs+Tollwut
https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&q=fuchs+tollwut+abschusszahlen+R%C3%BCgen
Quelle 24 https://www.wschleupen.de/
Quelle 23 Deutscher Wetterdienst https://www.dwd.de/DE/klimaumwelt/aktuelle_meldungen/200103/temperatur_d_2019_langfristig.html Quelle 21 Marderhund Staupe https://www.jagdverband.de/sites/default/files/2020-02/2020-02_Infografik_Jahresstrecke_Marderhund_2018_2019.jpg 22) Wetter online Bericht Juli August 2008
https://www.wetteronline.de/wetterrueckblick/rueckblick-august-2014-kuehl-und-trueb-statt-sommerlich-2014-08-30-ra
27) https://www.jagdverband.de/forschung-aufklaerung/wild-monitoring/ergebnisse-und-publikationen/wild-jahresberichte
28) https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&q=pr%C3%A4datio++F%C3%BCchse+auf+R%C3%BCgwen+Tollwutimpfung